Individualprophylaxe

Parodontitis

Parodontitis, oft fälschlicherweise als "Parodontose" bezeichnet, ist die häufigste Erkrankung des Zahnhalteapparates, eine durch Bakterien ausgelöste, chronische Entzündung, die über die Bildung von Zahnfleischtaschen zur Lockerung der Zähne und schließlich zum Zahnverlust führen kann. Diese Erkrankung ist keine unvermeidliche Folge zunehmenden Alters, sondern behandelbar! Zahnverlust durch bakterielle Infektion ist vermeidbar!

Einen ersten Eindruck über die Ausprägung der Erkrankung liefert der „Parodontale Screening-Index“, der während der Routineuntersuchung beim Zahnarzt erhoben wird. Er erlaubt eine Aussage über die grundsätzliche Behandlungsbedürftigkeit.

Die  Behandlung der Parodontitis muss dreigleisig geschehen:

  1. Tägliche Infektionskontrolle durch eine penible häusliche Mundhygiene des Erkrankten. Hierfür erhalten Sie bei uns jede Unterstützung, die Sie brauchen!
  2. Infektionsbeseitigung durch Reinigung der Zahnwurzeln unter dem Zahnfleisch durch den Zahnarzt.  Dies geschieht unter Lokalanästhesie.
  3. Kontinuierliche Weiterbetreuung nach Therapieabschluss als notwendige Voraussetzung für den langfristigen Erhalt des Therapieerfolges!

Ist die Infektion erfolgreich bekämpft, klingt die Entzündung rasch ab, und ein weiterer Verlust von Zahnhalteapparat wird verhindert. Es ist aber wichtig zu wissen: die Erkrankung kann jederzeit wieder aktiv werden, wenn sich die Bakterienflora in irgendeinem Winkel des Gebisses wieder erholen kann! Deshalb ist eine Weiterbetreuung für den Langzeiterfolg unverzichtbar, in der die Taschen regelmäßig kontrolliert und, wenn nötig, nachgereinigt werden.